Die Zukunft mit Beton – Kreislaufwirtschaft

Die Zukunft mit Beton – Kreislaufwirtschaft

Bildungstage im IKzB 2022

Der weltweit wachsende Bedarf an massiven Gebäuden und die Anforderungen an den Klimaschutz werden die Entwicklungen hin zum rückbaubaren Gebäude und wiederverwendbaren Produkten forcieren.

Die nationalen Ziele zur Senkung der Treibhausgasemissionen betreffen auch Planungs- und Bauprozesse sowie die dafür erforderlichen Baustoffe und Konstruktionsaufbauten. Diese Impulse werden die Bauwirtschaft vor neue Herausforderungen stellen.

Aber es entstehen auch neue Perspektiven und Potentiale für den Markt, die es zu erkennen und nutzen gilt. Lebenszyklusanalysen (LCA) und die Einführung eines digitalen Gebäuderessourcenpasses gehören zu einer angestrebten Kreislaufwirtschaftsstrategie, die auch innovative Materialien und Technologien beinhaltet.

Beton verlangt aufgrund seiner energieintensiven Herstellung und Verarbeitung eine besondere Beachtung. Betonbauteile sind für den Großteil der Grauen Energie verantwortlich und mit mehr als 40% aller beim Errichten von Gebäuden anfallender CO2-Emissionen sind Betondecken die Hauptverursacher.

Mehr denn je sind innovative Bauteillösungen und Verarbeitungsprozesse gefragt. Der verstärkte Einsatz von Recyclingbeton und innovative vorgefertigte Betonbauteile aus Sekundärrohstoffen, wie das europäische Verbundprojekt SeRaMCo aufzeigt, können einen Zukunftsweg darstellen.

Dieses Fachseminar beschäftigt sich mit dem Status Quo in der Betonwirtschaft und der Zementindustrie, fragt nach den Rezepten für die Baustoffe von morgen und zeigt eine Reihe von Lösungswegen auf, wie es in den kommenden Jahren weitergehen kann.

AGENDA:

10:00 Uhr Begrüßung und Moderation, Peter-M. Friemert, IKzB Berlin / ZEBAU GmbH

10:15 Uhr Einführung, Dr. Stefan Seyffert, Bundesverband Spannbeton-Fertigdecken e. V.

10:30 Uhr Wege zur Kreislaufwirtschaft – die Erfordernisse für den Gebäudesektor, Sabine Djahanschah, Deutsche Bundesstiftung Umwelt

11:00 Uhr Beton – Praxisreport auf deutschen Baustellen, Prof. Dr.-Ing. Iris Marquardt, Technische Leiterin, Betoningenieurin VDB Baustoffingenieure HMP & QSI GmbH, Hamburg

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachgebiet Baustoffkunde und Betontechnologie

11:30 Uhr SeRaMCo: nützliche Baustoffe aus Baustellenabfällen, Prof. Dr.-Ing. Christian Glock, TU Kaiserslautern

12:00 Uhr So kann es gehen: Ein Praxisbericht zu Circular Economy in der Baubranche, Dominik Campanella, Concular UG

12:30 Uhr Expertengespräch: „Die Zukunft mit Beton: Kreislaufwirtschaft“: Fragen aus dem Publikum (Chat und Live-Publikum Vorort)

Vor Ort sind Martin Oldeland, Vorstand B.A.U.M. e. V. und Dr. Stefan Seyffert, Bundesverband Spannbeton-Fertigdecken e. V.

13:00 Uhr Ende

Die Fachtagung im IKzB wird von der ZEBAU in Kooperation mit dem Bundesverbandes Spannbeton-Fertigdecken e. V. (BVSF) ausgerichtet.

Fortbildungsanerkennung:
Die Fortbildung wird für die Verlängerung der Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste mit 4 Unterrichtseinheiten (Wohngebäude), 4 Unterrichtseinheiten (Energieaudit DIN 16247 (BAFA)), 4 Unterrichtseinheiten (Nichtwohngebäude) angerechnet.

Anmeldungen für diese kostenfreie Informationsveranstaltung finden unter www.zebau.de.

Pressemitteilung STRABAG Real Estate

Pressemitteilung STRABAG Real Estate

Hannovers nachhaltigstem Büro-Campus den Boden bereiten

„Auf den Putz hauen, aber richtig nachhaltig“ (v.l.n.r.) Detlev Neuhaus, SRE; Philipp Detmering, A&S-Chef; Belgin Zaman, Stadtbezirksbürgermeisterin Buchholz; Thomas Hermann, 1. Bürgermeister Hannover. ©Tobias Wölki

  • 85% des Abbruchmaterials wird wiederverwertet

  • Rückbau-Fortschritt auf dem H3ö-Campus-Gelände in Groß-Buchholz gefeiert

  • Baustart für das erste von drei ökologischen Bürogebäuden noch 2022

STRABAG Real Estate (SRE) macht den Weg für neue ökologische Maßstäbe frei: Die Bauherrin entwickelt in Groß-Buchholz Hannovers nachhaltigstes Büroquartier. Der künftige H3ö-Campus umfasst drei Gebäude, deren Bauweise, Energieversorgung oder auch Bepflanzung besonders umweltfreundlich sind. Der Umweltschutz beginnt bereits vorm Baustart, mit einem Abriss, der auf Wiederverwertung ausgelegt ist. Die Hälfte des Rückbaus ist bereits vollzogen, was SRE gestern zum Anlass nahm, die Fortschritte mit einer „Abrissparty“ zu feiern.

Umweltschonend von Anfang an

Unter dem Motto „Auf den Putz hauen kann jeder, nur umweltfreundlich ist die Kunst“ hatte die Bauherrin Partner aus Politik und Wirtschaft geladen. Erklärtes Ziel der Projektentwicklerin ist es, rund 85 Prozent der abgerissenen Gebäudesubstanz in den Materialkreislauf zurückzuführen. Damit wurde das Lehrter Unternehmen A&S Betondemontage (A&S) beauftragt, ein erfahrener Abbruch- und Entsorgungsfachbetrieb. Im Januar 2022 begann das Demontageunternehmen die fünf 70er Jahre Gebäude nach und nach abzutragen und verbaute Stoffe gewissenhaft voneinander zu trennen. Besonders gut zum Recycling eignen sich beispielsweise Materialien wie Metall, Holz oder Rotstein. Allesamt Baustoffe, die knapp sind und teurer werden. Das macht ihre Weiterverwendung in Neubauten nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Aus diesem Grund gilt das Altbestandsrecycling auch als Wachstumsmarkt, der an Bedeutung gewinnt. Um den grünen Fußabdruck zu maximieren, kommt beim Abbruch auch umweltschonende Technik zum Einsatz, etwa schadstoffarme Elektrobagger. Sie kommen bei der Demontage und Zerlegung von Materialien zum Einsatz, bevor diese zur Aufbereitung oder Entsorgung abtransportiert werden.

Beton nachhaltig Rückbauen

Auf Beton liegt das Hauptaugenmerk des umweltschonenden Abbruchs. Den grauen Kunststein aufzubereiten ist um ein Vielfaches klimaverträglicher als seine CO2-intensive Neuproduktion. Zunächst werden Wände und Decken zu Betonschutt zerkleinert. Um umweltbelastende LKW-Fahrten zu minimieren, setzt A&S mobile Brechanlagen auf dem Baugelände ein. Anschließend pulverisiert hochmoderne Technik den Bauschutt bis er fein genug ist, um als Zuschlagsstoff dem frischen Beton beigemischt zu werden. Um wiederum Fahrten zu sparen, wird das aus den ersten beiden Gebäuden gewonnene Recyclingmaterial auf einer etwa 1.000 m² großen Fläche vor Ort gelagert und später zur weiteren Nutzung in ein Betonwerk transportiert. #

Erste Büroadresse für Umweltbewusste

Der Abriss ist nur ein Baustein von vielen, der dem H3ö-Campus seine herausragende ökologische Stellung sichert. Weitere wichtige Bausteine sind die Energieversorgung über Eispeichertechnik oder die Pflanzenvielfalt auf dem Campusgelände, die den Lebensraum heimischer Pflanzen und Tiere wiederherstellt. Darüber hinaus kommt für jedes der drei geplanten Bürogebäude ein anderes Nachhaltigkeitskonzept zum Tragen: Cleo, die Begrünte, erhält in die CO2 optimierte Fassade integrierte Pflanzkästen. Das Fassadengrün verdunstet Wasser, spendet Schatten und kühlt aktiv. Die vier bis sechs Etagen haben eine Bürofläche von rund 7.600 qm. Mona, die Monolithische, ist ein Tonziegelbau mit 8.000 qm Bürofläche, dessen Konstruktion so gut dämmt, dass keine weitere Dämmung notwendig ist. Der natürliche Baustoff gleicht Temperaturen aus. Beim Bau fällt weniger CO2 an als üblicherweise. Woody, die Hölzerne, hat eine Fassade fast vollständig aus Holz. Im Inneren wird auf den 6.000 qm großen Büroflächen die Luftfeuchtigkeit durch das Holz reguliert. Das Gebäude hat einen deutlich niedrigeren CO2-Fußabdruck als herkömmliche Bauten. Weitere Informationen: www.h3ö.de

Quelle: https://www.strabag-real-estate.com/de-DE/news-beitrag/hannovers-nachaltigstem-buero-campus-den-Boden-bereiten/